Donnerstag, 18. November 2010

The Crown - Doomsday King (2010)

Triumphales Comeback?

6 Jahre nach der Auflösung sind die Schweden tatsächlich wieder unter dem Banner THE CROWN unterwegs. Die Aussagen der Bandmitglieder, direkt nach ihrer Trennung, klangen nicht gerade so, als wäre mit Ihnen in den nächsten Jahren zu rechnen. Umso mehr erfreut es den geneigten Death Metal Fan, dass sie tatsächlich zurück sind.

Ursänger Johan Lindstrand ist allerdings nicht mit an Bord und so hören wir das zweite Mal in der Bandgeschichte eine THE CROWN Platte ohne ihn. Dies fällt meine Erachtens aber nicht weiter ins Gewicht, denn der neue am Mikro, Jonas Stålhammar, macht seinen Job sehr gut und ähnelt dem guten Johan stark. Der Bursche ist in diesem Genre auch nicht gänzlich neu, denn er grunzte bereits Anfang der 90ger bei den oldschool Schweden GOD MACABRE.

Wurde nun dort weitergemacht, wo mit "Possessed 13" (2003) aufgehört wurde? Ich beantworte die Frage mit einem klaren Nein! "Doomsday King" setzt auf schnörkelloses Death/Thrash Geballer, statt auf Groove und, im Falle von "Crowned In Terror", epische Melodien. Der Rock ’n’ Roll-Anteil voriger Platten schimmert zwar des Öfteren durch, aber dennoch liefert die Band ihr mit Abstand kompromisslosestes Album ab.

"Crowned In Terror" (2002) ist mein Liebling der Truppe, darum vermisse ich diese Art von Refrains schon ein wenig. Nichtsdestotrotz sind die neuen Songs energiegeladen und voll auf die Zwölf. Dem Großteil der Songs fehlt es allderdings an Eingängikeit und vorallem Wiedererkennungswert. Da helfen auch die stimmigen Soli nichts. Der Titeltrack und "Blood OD" bilden die Highlights des Werkes und lassen aufblitzen, dass THE CROWN das Schreiben von aggresiven und dennoch eingängigen Songs nicht verlernt haben. Der Stampfer "The Tempter And The Bible Black " sticht ebenfalls, als einziger Song im Mid Tempo Bereich, heraus. Der Großteil der restlichen Lieder plätschert vor sich hin und lässt mich doch ein wenig entäuscht zurück. Die Produktion ist im übrigen unspektakulär aber zweckmäßig.

Es ist trotzdem schön, mal wieder was von den Schweden zu hören, doch in Anbetracht auf die klasse Alben, die von ihnen in der Vergangenheit veröffentlicht wurden, muss sich "Doomsday King" recht weit hinten anstellen. Ja da ist eine Menge Luft nach oben. Es es bietet jedoch überdurchschnittliche Kost und zeigt vorallem jüngeren Death Metal Bands, wie waschechter Todesblei, ohne Trendverseuchungen, zu klingen hat. Mit dem neuen Sänger haben sie ebenfalls nichts falsch gemacht und ich freue mich schon drauf, ihre Songs live zu hören.

6/10 kleine Stahlhammer!

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